Curriculum

Modul 4 · Daten, Datenschutz und Vertraulichkeit Lektion 13 von 25

Minimierung, Pseudonymisierung, sichere Muster

Konkrete Techniken, mit denen Sie fast jede Aufgabe datensparsam formulieren.

15 Minuten

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Lernziele

  • Personenbezug entfernen, ohne die Aufgabe zu zerstören
  • Platzhalter systematisch einsetzen
  • Rückabbildung sicher gestalten

Platzhalter statt Klarnamen

Ersetzen Sie Namen, Kundennummern und Adressen durch stabile Platzhalter wie [PERSON_1] oder [KUNDE_A]. Das Modell arbeitet mit der Struktur genauso gut, und die Rückabbildung erfolgt lokal in Ihrer Umgebung. Wichtig ist Konsistenz: Derselbe Platzhalter für dieselbe Entität, sonst zerfällt der Zusammenhang.

Beachten Sie den Restrisiko-Effekt: Auch ohne Namen kann eine Kombination aus Ort, Datum und Rolle eine Person identifizierbar machen. Pseudonymisierung ist keine Anonymisierung.

Beispiel

Statt „Beschwerde von Frau Meier, geb. 3.4.1979, Kundennummer 88231“ genügt: „Beschwerde von [PERSON_1], Kundenkategorie Privat, Vertragsdauer 6 Jahre“.

Was nie in ein Prompt gehört

Zugangsdaten, Schlüssel und Tokens gehören unter keinen Umständen in eine Eingabe — auch nicht „nur zum Testen“. Gleiches gilt für vollständige Personaldatensätze, ungeschwärzte Gesundheitsakten und Unterlagen Dritter, für deren Weitergabe keine Grundlage besteht.

Kernaussagen

  • Konsistente Platzhalter erhalten die Aufgabe und entfernen den Personenbezug.
  • Pseudonymisierung ist keine Anonymisierung.
  • Zugangsdaten gehören niemals in ein Prompt.

Übung

Nehmen Sie einen realen Vorgang und schreiben Sie ihn vollständig pseudonymisiert um. Prüfen Sie, ob die Aufgabe noch lösbar ist.

Wissenscheck · formativ

Warum ist Pseudonymisierung nicht gleich Anonymisierung?

Dieser Wissenscheck dient dem Lernen. Er ist kein Prüfungselement und hat keine Wirkung auf Zertifizierung oder Zulassung.