Lernziele
- Die Entstehung erfundener Inhalte erklären
- Risikoreiche Anfragetypen erkennen
- Vier wirksame Gegenmaßnahmen anwenden
Warum es passiert
Das Modell erzeugt die plausibelste Fortsetzung. Wenn zu einer Frage kein belastbares Muster vorliegt, erzeugt es trotzdem eine Fortsetzung — plausibel, aber unbelegt. Besonders anfällig sind exakte Referenzen: Paragrafen, Studien, Seitenzahlen, Preise, Personen mit ähnlichen Namen, Ereignisse nach dem Trainingsstand.
Wichtig ist die Haltung: Das System lügt nicht, es hat keinen Wahrheitsbegriff. Deshalb hilft Ermahnen wenig und Quellenbindung viel.
Vier Gegenmaßnahmen
Erstens Quellen mitgeben, statt Wissen abzurufen. Zweitens explizit erlauben, „nicht belegt“ zu antworten. Drittens Zitatpflicht verlangen: Jede Aussage mit wörtlicher Fundstelle. Viertens die Prüfung an die Person binden, die haftet — stichprobenartig bei geringem, vollständig bei hohem Risiko.
- Quelle in den Kontext geben
- „Nicht belegt“ ausdrücklich erlauben
- Wörtliche Fundstellen verlangen
- Prüftiefe am Risiko ausrichten
Kernaussagen
- Erfundene Inhalte folgen aus der Funktionsweise.
- Quellenbindung schlägt Ermahnung.
- Prüftiefe richtet sich nach dem Schaden im Fehlerfall.
Übung
Bitten Sie ein Modell um drei Quellenangaben zu einem Nischenthema und prüfen Sie jede einzeln. Dokumentieren Sie die Trefferquote.
Wissenscheck · formativ
Welche Maßnahme wirkt am zuverlässigsten gegen erfundene Fakten?
Dieser Wissenscheck dient dem Lernen. Er ist kein Prüfungselement und hat keine Wirkung auf Zertifizierung oder Zulassung.