Lernziele
- Die relevanten Prinzipien benennen
- Ihre Rolle als Verantwortlicher oder Auftragsverarbeiter einordnen
- Betroffenenrechte im KI-Kontext berücksichtigen
Die Prinzipien, die im Alltag greifen
Rechtsgrundlage: Jede Verarbeitung personenbezogener Daten braucht eine — Vertrag, rechtliche Verpflichtung, berechtigtes Interesse oder Einwilligung. „Wir wollten etwas ausprobieren“ ist keine. Zweckbindung: Daten, die für einen Zweck erhoben wurden, dürfen nicht beliebig für einen anderen verwendet werden; das trifft KI-Auswertungen bestehender Datenbestände besonders häufig.
Datenminimierung: Nur die für den Zweck nötigen Daten. Praktisch heißt das, vor dem Einfügen zu kürzen und zu schwärzen. Speicherbegrenzung: Auch Prompts und Ausgaben sind Verarbeitungen und unterliegen Löschkonzepten. Transparenz: Betroffene müssen wissen, dass und wie automatisiert verarbeitet wird.
Betroffenenrechte, wenn Modelle im Spiel sind
Auskunft, Berichtigung und Löschung gelten auch für Daten in Prompt-Protokollen und Vektorspeichern. Wer solche Speicher betreibt, braucht einen technischen Weg, Einträge einer Person zu finden und zu entfernen. Das ist eine Architekturentscheidung, die früh getroffen werden muss.
Bei automatisierten Einzelentscheidungen mit rechtlicher Wirkung gelten zusätzliche Anforderungen, insbesondere das Recht auf menschliches Eingreifen. Deshalb ist die Unterscheidung zwischen Vorschlag und Entscheidung nicht bloß organisatorisch, sondern rechtlich relevant.
Kernaussagen
- Ohne Rechtsgrundlage keine Verarbeitung.
- Prompts und Protokolle sind ebenfalls Verarbeitungen.
- Löschbarkeit ist eine Architekturfrage.
Übung
Prüfen Sie für ein KI-Werkzeug Ihrer Wahl: Wo werden Eingaben gespeichert, wie lange, und wie werden sie gelöscht? Notieren Sie, was Sie nicht beantworten können.
Wissenscheck · formativ
Was gilt für Prompt-Protokolle mit personenbezogenen Daten?
Dieser Wissenscheck dient dem Lernen. Er ist kein Prüfungselement und hat keine Wirkung auf Zertifizierung oder Zulassung.