Lernziele
- Vier Vertraulichkeitsstufen unterscheiden
- Die Stufe an das Werkzeug koppeln
- Grenzfälle eskalieren statt selbst zu entscheiden
Vier Stufen
Öffentlich: bereits veröffentlicht, unkritisch. Intern: nicht veröffentlicht, aber ohne besonderen Schutzbedarf. Vertraulich: Geschäftsgeheimnisse, Vertragsdetails, unveröffentlichte Zahlen. Besonders schützenswert: personenbezogene Daten, insbesondere Gesundheits-, Bewerbungs- und Beschäftigtendaten.
Die Regel lautet: Jede Stufe ist an eine Werkzeugkategorie gekoppelt, und diese Kopplung wird von der Organisation festgelegt, nicht von der einzelnen Person im Moment der Eile. Wenn keine Kopplung dokumentiert ist, ist das ein Governance-Defizit — kein Freibrief.
- Öffentlich: beliebige zugelassene Werkzeuge
- Intern: nur vertraglich gebundene Dienste
- Vertraulich: nur Dienste ohne Trainingsnutzung, mit Auftragsverarbeitung
- Besonders schützenswert: nur nach dokumentierter Rechtsgrundlage und Prüfung
Der Zehn-Sekunden-Test
Fragen Sie sich vor dem Einfügen: Wäre es ein Problem, wenn dieser Text morgen in einer Zeitung stünde? Wenn ja, ist er mindestens vertraulich. Diese Heuristik ersetzt keine Richtlinie, verhindert aber die Mehrzahl der Alltagsfehler.
Kernaussagen
- Klassifizieren geschieht vor dem Einfügen, nicht danach.
- Die Werkzeugwahl folgt der Datenklasse.
- Grenzfälle gehören eskaliert.
Übung
Klassifizieren Sie die letzten fünf Inhalte, die Sie in ein KI-Werkzeug eingegeben haben. Notieren Sie, wo Sie heute anders handeln würden.
Wissenscheck · formativ
Was gehört zur Stufe „besonders schützenswert“?
Dieser Wissenscheck dient dem Lernen. Er ist kein Prüfungselement und hat keine Wirkung auf Zertifizierung oder Zulassung.